Donnerstag, 16. Dezember 2004

weihnachtsparty

... schon wieder eine. egal hin da. schnell trinken. noch eins. hier noch ein schluck. ja, davon auch. was essen. mit vollem mund reden. nasser christstollen. fein! 'hast du schon alle geschenke'? mist! wieder bier. kein glühwein. das deutsche reinheitsgebot wirkt hier nicht. wieder bier. was rauchen. mehr. was machst du über silvester? heringssalat. wahrscheinlich ... 'wir fahren mit 10 pärchen in eine hütte in blablabla'. mir wird schlecht. noch ein bier. muss mich zusammen nehmen. wieder rauchen. gespräche über irgendwelche würfel, die alle unterschiedliche welten haben und auf einer gerodeten fläche den rollenspielfans den ultimativen kick geben. fein! ansonsten besser. ich muss hier weg! wieder schlecht. nicht mehr rauchen. nudelsalat - gute idee! 'ich kann mich nicht in einer zweierbeziehung vorstellen'. zustimmendes nicken allerseits. wieder schlecht. egal. freitag die nächste. bis dann. schlaf schön. bis zu den kopfschmerzen morgen halb neun.

christstollen-1

Montag, 13. Dezember 2004

verfall

heute in der vorlesung. handyklingeln. weil mans schon gewöhnt ist, wird das einfach ignoriert. mir selber ist das auch schon passiert. aber neuerdings setzen einige 'experten' noch einen drauf: sie gehen ran! eine zeitlang dachte ich, die sagen dann sowas wie: 'ey ich bin grad in der vorlesung, ich kann jetzt nicht, ich ruf dich zurück'. aber weit gefehlt...
denn heute wurde ich zeuge des nächsten schrittes der evolution. die mutation und somit ausgangspunkt einer drohenden ('weiter')entwicklung des homo sapiens studentus nix-chekus besuchte die vorlesung. erst wie gesagt das klingeln, dann das schon vererbte 'rangehen'. und dann: ca. 2 minuten nicht mal leises telefonieren. irgendwann intervenierte der prof. man solle das doch jetzt lassen, das wäre ja noch nie passiert und so weiter.
schon hatte er aufgelegt. HAH! denkste. der typ telefoniert seelenruhig weiter und schaut dabei den professor an. ich habs nicht genau verstanden, aber er muss zu dem an der anderen leitung sowas gesagt haben wie: 'warte mal kurz, hier ist einer, der macht so komische handbewegungen, ich glaub der will was'.
naja, nachdem der konsternierte prof. aufgegeben hatte ihn vom telefonieren abzuhalten hat er dann nach 2 minuten wirklich aufgelegt. wir sind einfach zu uncool. wir sollten uns mehr trauen. ich überlege grade, ob häkeln in der vorlesung nicht zu sehr 68er revival wäre ...

thumb_respekt

Sonntag, 12. Dezember 2004

fußballlose zeit

oooooooooooooooooooooooooooooooooooooooooooooooooo

ach mensch. am 21.1. gehts erst weiter. bis dahin: reste gucken. aufzeichnungen, 2.liga, englische liga, spanische freundschaftsspiele, erzgebirgische hallenturniere. methadon für fußballsüchtige. nützt nichts. für einige auch besser. man schämt sich, dortmund fan zu sein. war nie fanatisch, hab mich auch nie wie richtige fans über meisterschaften gefreut. trotzdem: erst das geld weg, dann die spieler, dann der erfolg. doch schon vorher ging etwas verloren... die seele. an die börse verkauft. nicht nachgedacht, nur nachgeeifert. deutsche italienpolitik war immer schon zum scheitern verurteilt.

seis drum: ich gedenke kutowski, povlsen, schmidt und schulz (schulz, du sau!) und warte bis das geld ganz aus ist und 'ein paar feine kerls' wieder die töppen schnüren.

bvb 5

oooooooooooooooooooooooooooooooooooooooooooooooooo

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zement

Zement

das elend der vielen ist alt wie das gebirge und wird von der kanzel und katheder herab für unzerstörbar erklärt, wie das gebirge. unsere neue kunst des zweifelns entzückte das große publikum. es riß uns das telekop aus der hand und richtete es auf seine peiniger. diese selbstischen und gewalttätigen männer, die sich die früchte der wissenschaft gierig zu nutze gemacht haben, fühlten zugleich das kalte auge der wissenschaft auf ein tausendjähriges, aber künstliches elend gerichtet, das deutlich beseitigt werden konnte, indem sie beseitigt wurden.

berthold brecht, leben des gallilei

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